Gewürzkunde: Pfeffer - der Held der Alltagsküche

Bei Gewürzen nur das Beste: 60 Jahre FUCHS
Seit 1952 steht der Name FUCHS für aromatische Gewürze, authentisch in Geschmack und Farbe. Eine breite Vielzahl an Monogewürzen, ebenso wie Würzmischungen und –spezialitäten, ist mittlerweile im FUCHS-Sortiment zu finden.
War vor 60 Jahren in den Anfängen des Unternehmens die Produktauswahl noch eher übersichtlich, so gab es doch auch damals schon Gewürz-Trends in der Küche. Gehen Sie mit uns in diesem Jahr auf eine Zeitreise in die Welt der FUCHS Gewürze und entdecken Sie, welche Gewürze in den letzten 60 Jahren Furore machten und zudem, welche typischen Speisen diese Zeitabschnitte markieren.
Der Held der Alltagsküche – Pfeffer
In den 50er Jahren war Pfeffer - wie heute auch - das beliebteste Gewürz der deutschen Küche. In den vorangegangen Kriegsjahren war dieses scharfe, weit gereiste Gewürz oftmals gar nicht zu bekommen und wurde darum durch Bohnenkraut ersetzt, das ebenso über eine leicht pfeffrige Note verfügt, regional angebaut werden konnte und so obendrein den Beinamen „Pfefferkraut“ bekam.
Doch in den 50ern waren endlich die Hungerjahre vorbei und durch die Wiederaufnahme internationaler Wirtschaftskontakte konnte auch wieder Pfeffer aus tropischen Regionen nach Deutschland eingeführt werden. Dieser trat dann ungehindert seinen Siegeszug an und nimmt heute ebenfalls unangefochten den ersten Platz unter den Gewürzimporten ein. 2010 wurden 27.376 Tonnen Pfeffer nach Deutschland importiert.
Neben Pfeffer war Salz eine weitere, wichtige Würzzutat der Deutschen. Allerdings zählt Salz nicht zu den Gewürzen im klassischen Sinn, sondern wird als Mineral den Würzmitteln zugeordnet. Pfeffer & Salz, das perfekte Würzduo, wurde um wenige, andere Gewürze ergänzt. Beim Kochen wurden etwa Gewürz- und Küchenkräuter eingesetzt, die in Hof und Garten wuchsen, wie etwa Majoran, Petersilie oder Schnittlauch. Doch auch einige exotische Gewürze mit langer Tradition in der deutschen Esskultur hatten ihre Berechtigung, beispielsweise Muskatnuss, Zimt oder Vanille. Deren Verwendung war aber immer noch eine Frage des Preises, während Pfeffer durchaus zum Alltagsgut gezählt werden konnte.
Der Hit der Alltagsküche – „Falscher Hase“
Nach den langen Hungerjahren wurde nun in den 50er Jahren wieder ordentlich geschlemmt. Auf Kalorien wurde nicht geachtet, an Butter nicht gespart und Fleisch auf dem Teller galt als Indikator für einen gewissen Wohlstand. Fleischgerichte wurden nun nicht nur als Sonntagsbraten, sondern sogar unter der Woche serviert.
Als besonders beliebt galt ein lecker deftiger Hackbraten, der „Falsche Hase“ . Für diesen Klassiker werden Hackfleisch, ein eingeweichtes Brötchen, Ei, Zwiebeln und Senf sowie Pfeffer, Salz und Petersilie zu einer Masse vermischt und dann zu einem länglich, abgerundeten Braten geformt. In die Mitte wurden drei hartgekochte Eier versteckt. Mit Karottengemüse und Kartoffelbrei serviert, war diese Hackfleischvariante eine typische Delikatesse der 50er.
Wer heute Lust auf Retro-Küche hat, der sollte einmal auch die zeitgemäße Variante, den „Falschen Hasen modern“ ausprobieren. Hier finden sich die gleichen Zutaten wie im klassischen Rezept, doch werden diese neu kombiniert und interpretiert und so findet sich dann ein raffiniertes Hacksteak mit Wachtelei auf dem Teller.
Wollen Sie wissen, welches Gewürz in den 60er Jahren eine phänomenale Karriere in deutschen Töpfen startete? Dann besuchen Sie nächsten Monat wieder unsere Fuchs Homepage.
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